Jubiläums-Veranstaltung

zum 112-jährigen Bestehen der

Freiwilligen Feuerwehr Weddingstedt

am Samstag, den 18. Juli 2009

 

 

 

Die Vereinigung der Brandschützer wurde am 16. Juni 1897 aus der Taufe gehoben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren alle Männer zwischen 18 und 60 bei einem Feuer zur Hilfeleistung verpflichtet. Sie unterstanden eine, von der Behörde eingesetzen Brandaufseher. Durch Sturmläuten wurde die Einwohnerschaft herbeigerufen. Wer nicht erschien, erhielt eine Anzeige.

Zum ersten Wehrführer wurde Peter Haupt, zum Spritzmeister H. Flentje und zum Steigführer H. Schlüter ernannt. Die Kosten für Uniformen - damals leisten 43 Kameraden aktiven Dienst - sowie für einen Leiterwagen, zwei Wasserwagen und eine Handduckspritze mussten durch ein Darlehen gedeckt werden. Vier Kameraden bürgten für eine Gesamtinvestion in Höhe von 1400 Mark.

 

 

Die heutige, sehr leistungsfähige Wehr umfasst 62 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 35,4 Jahren. Integriert ist die 1967 gegründete Löschgruppe Wesseln mit 17 Mitgliedern. In der Ehrenabteilung sind 28 Altgediente.

 

 

Um die Zukunft des Brandschutzes - dieser gehört zu den kommunalen Pflichtaufgaben - muss man sich in Weddingstedt und Wesseln keine Sorgen machen. Im Nachwuchsbereich versehen zurzeit 30 Jungs und 8 Mädchen ihren Dienst. 226 Fördermitglieder unterstützen die Freiwillige Feuerwehr.

 

 

Beide Standorte besitzen Gerätehäuser. Das Objekt in Weddingstedt ist 1987 erbaut und 2003 durch eine Atemschutzwerkstatt und einen Jugendraum erweitert worden. Die Wehrzentrale Wesseln wurde 1996 eingeweiht. Die Einsatzgruppen werden nicht nur im Brandfall aktiv. Technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Sturmschäden oder bei persönlichen Notlagen gehören zu den weiteren Aufgaben. die Wehr ist nach dem aktuellen Stand der Technik ausgerüstet. Für 2011 ist die Anschaffung eines multifunktionalen Löschfahrzeugs der Variante LF 20/16 geplant. Alle Floriansjünger sowie die Atemschutzträger verfügen über moderne Schutzkleidung. Im Notfall werden die Kameraden über digitale Meldeempfänger verständigt.

 

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Text aus dem Heider Anzeiger von Ulrich Seehausen

Bilder von Ulrich Seehausen und Kerstin Lübke